Organ-Ultraschall

(19.+ 0 SSW)
Der Organ-Ultraschall ist eine ergänzende Untersuchungsmaßnahme, wenn Auffälligkeiten bei anderen Untersuchungen aufgetreten sind. Werden Fehlbildungen oder eine Erkrankung festgestellt, können auf diese Weise frühzeitig Maßnahmen für den weiteren Schwangerschaftsverlauf und die Geburt ergriffen werden.
Allerdings wird ein Organ-Ultraschall nur in bestimmten Fällen durchgeführt:
  • bei Auffälligkeiten in den Vorsorge-Untersuchungen
  • bei Erbkrankheiten der Eltern oder anderer Familienmitglieder
  • bei einer Erkrankung der Mutter, die die Entwicklung des Kindes negativ beeinflusst
  • bei einer medizinischen Behandlung der Mutter während der Schwangerschaft (z.B. Medikamenteneinnahme, Röntgen, Strahlen- oder Chemotherapie)
  • bei Eltern, die bereits ein krankes oder von einer Fehlbildung betroffenes Kind haben
  • bei Problemen in einer frühen Phase der Schwangerschaft

Die Untersuchung

Die Untersuchung dauert etwa 30 bis 40 min. Beurteilt werden Aussehen und Funktion aller sichtbaren Organe des Fötus’ und andere Merkmale wie Wachstum, Fruchtwassermenge, Blutfluss in der Nabelschnur, Lage und Aussehen des Mutterkuchens (Plazenta) sowie dessen Durchblutung. Die eindrucksvolle 3D/4D-Darstellung liefert ergänzende Informationen zu anderen Untersuchungen und ermöglicht dadurch eine präzisere Diagnose.
Allerdings kann eine Ultraschall-Untersuchung nicht alle körperlichen und chromosomalen Fehler oder andere Krankheiten entdecken, zumal die Untersuchungsbedingungen durch die ungünstige Lage des Kindes oder einer zu starken Bauchdecke der Mutter erschwert sein können.