Brustkrebs (Mammakarzinom)

Auslöser

Die Auslöser für Brustkrebs sind nur recht schwer auszumachen. Zum Einen kann diese Krebsart genetisch bedingt sein, wobei ein erhöhter Risikofaktor für Frauen besteht, die nahe Verwandte mit Brustkrebs haben.
Ein anderer Faktor können die Sexualhormone Gestagen und Östrogen sein. Diese werden bis zur Menopause, der letzten Regelblutung, (etwa um das 50. Lebensjahr) vom weiblichen Körper zyklisch produziert und sind für die Fruchtbarkeit essentiell, jedoch auch für viele andere Organsysteme wichtig. Zur Minderung der typischen Beschwerden in den Wechseljahren wird häufig eine hormonelle Ersatztherapie durchgeführt, die jedoch anscheinend das Brustkrebsrisiko erhöht. Dieses Gebiet wird jedoch immer noch erforscht und die Experten sind sich nicht einig.
Bei sehr übergewichtigen Frauen, bei starken Raucherinnen und bei einem täglichen Alkoholverbrauch von über 20g besteht ebenfalls ein gesteigertes Risiko. Mittlerweile wird auch ein Vitamin-D-Mangel – oft mit einem Sonnenlichtmangel in Verbindung gebracht – als Risikofaktor vermutet.
Bei einem großen Anteil der Erkrankungen kann jedoch kein direkter Auslöser festgemacht werden. Sie treten sporadisch, also in den meisten Fällen zufällig auf.
Untersuchung: Neben der regelmäßigen ärztlichen Tastuntersuchung in unserer Praxis einmal im Jahr sollten Sie sich auch regelmäßig selbst im Brustbereich abtasten, zum Beispiel unter der Dusche. Wir geben Ihnen in einem Beratungsgespräch auch gerne Anweisungen für das richtige Abtasten.

Untersuchung

  • Tastuntersuchung
Bei der ärztlichen Tastuntersuchung werden die Brüste der Frau auf der Suche nach möglichen Knoten oder anderen Auffälligkeiten abgetastet. Dabei sind wir stets um ein sensibles Vorgehen bemüht.
  • Mammographie
Ein weiteres Verfahren ist die Mammographie, die sowohl die Früherkennung als auch die Entdeckung von Kleinst-Tumoren erheblich verbessern kann. Wir empfehlen ein regelmäßiges Mammographie-Screening ab dem 40. Lebensjahr mit einem Untersuchungsabstand von ca. 2 Jahren. Bei Risikopatientinnen, beispielsweise durch eine genetische Vorbelastung, können wir die Abstände auch verkürzen oder zu einem früheren Zeitpunkt beginnen.
Ablauf
Die Untersuchung findet an einem speziellen Röntgengerät statt. Dabei wird jede Brust einzeln auf eine Ablage gelegt und von oben durch eine Plexiglasplatte zusammengedrückt. Dadurch wird die Brust einerseits fixiert, andererseits aber auch ihr Gewebe aufgefächert, so dass es im Röntgenbild besser sichtbar ist und eine geringere Strahlendosis ausreicht. Das Zusammendrücken der Brust kann unangenehm sein, aber wir bemühen uns stets um das bestmögliche Wohlbefinden unsere Patientinnen.
Jede Brust wird von mind. zwei Richtungen aufgenommen damit das gesamte Gewebe erfasst wird. Durch eine verfeinerte Technik in den letzten Jahren wurde es möglich, gerade auch bei sehr dichtem Brustdrüsengewebe durch die ergänzende Ultraschalluntersuchung der Brustdrüsen (Mamma-Sonographie) bösartige Neubildungen im Millimeterbereich zu erkennen, längst bevor sie ertastbar sind. Leider ist die Mammographie trotz ihrer deutlichen Vorteile noch nicht Teil der gesetzlich vorgeschriebenen Krebsvorsorge, kann aber in unserer Praxis als individuelle Gesundheitsleistung (IGEL) durchgeführt werden.