Kondom

Beim Kondom, das im Übrigen immer noch das einzige Verhütungsmittel für den Mann ist, werden die Samen abgefangen und gelangen so erst gar nicht in den Körper der Frau.

Sicherheit

Der Pearl-Index liegt zwischen 3 und 14, das heißt von mittel bis sehr gut.

Vorteil

Bei der geübten und guten Anwendung bietet das Kondom einen hohen Schutz. Dabei schützt es nicht nur vor einer Schwangerschaft, sondern auch vor einer Reihe anderer Krankheiten, allen voran AIDS, aber auch andere Geschlechtskrankheiten oder Infektionen werden nicht übertragen. Außerdem kann der Frau dadurch ein Eingriff in ihren Hormonhaushalt erspart werden. Ein weiterer Vorteil sind die niedrigen Kosten für ein Kondom. In Verbindung mit anderen Verhütungsmethoden ist es eine nahezu risikolose Methode. Vor allem in einer neuen Partnersituation ist es unverzichtbar.

Nachteil

Manche Paare empfinden es als störend und umständlich, v.a. wenn sie schon länger zusammen leben. Zudem kann bei einer falschen Anwendung das Risiko einer Schwangerschaft wieder deutlich ansteigen, sowie bei einem Riss im Kondom. Das Verfallsdatum muss deshalb auf jeden Fall überprüft werden, außerdem die Kompatibilität mit anderen Verhütungsmethoden – es wäre möglich, dass sie sonst das Kondom angreifen.

Anwendung

Die Sicherheit hängt erheblich von der richtigen Anwendung ab. Jugendliche oder junge Männer sollten den Gebrauch beim ersten Mal vorher üben. Dabei wird das Kondom über das steife Glied gestreift, indem es an der Eichel angesetzt und vorsichtig abgerollt wird. Bei einem Kondom mit einem speziellen Reservoir für den Samen sollte darauf geachtet werden, dass sich keine Luft darin befindet, damit der Samen genug Platz hat. Deshalb muss das Reservoir beim Abrollen ein wenig zusammengedrückt werden, damit die Luft entweichen kann. Bei einem Kondom ohne Reservoir sollten vorne ca. 1 – 2 cm Platz gelassen werden, damit der Samen darin Platz finden kann.
Nach der Ejakulation muss das Kondom am Gummiring festgehalten werden, bevor der Penis erschlafft und aus der Scheide gezogen wird. So wird vermieden, dass die Samenflüssigkeit ausläuft.

Diaphragma

Das Diaphragma ist eine kuppelartige Gummimembran, die vor den Gebärmutterhals platziert wird, und so den Eintritt von Samen in die Gebärmutter verhindert wird. Das Diaphragma muss jedoch erst von uns angepasst werden, denn nur die richtige Größe bietet wirklich Sicherheit.

Sicherheit

Der Pearl-Index liegt bei 12 – 20, d.h. von schlecht bis mittel. In Kombination mit chemischen Verhütungsmitteln liegt er bei 4 – 10, wird also wesentlich verbessert.

Vorteil

Sie können sich einen Eingriff in Ihren Hormonhaushalt ersparen. Außerdem genügt es, wenn Sie das Diaphragma erst bei einem bevorstehenden Verkehr einsetzen.

Nachteil

Es ist kein sehr sicheres Verhütungsmittel, wenn Sie es nicht in Kombination mit einem chemischen Verhütungsmittel benutzen. Außerdem setzt die Anwendung eine gewisse Vertrautheit mit Ihrem Körper voraus.

Anwendung

Das Diaphragma sollte höchstens zwei Stunden vor dem Sex eingeführt werden, danach darf es mindestens 6-8 Stunden nicht entfernt werden. Sie dürfen währenddessen nicht baden, nicht schwimmen oder eine Scheidenspülung durchführen. Nach Ablauf der Zeit müssen Sie das entfernte Diaphragma mit warmem Wasser und milder Seife reinigen, es gründlich abtrocknen und in einer Dose aufbewahren. Das Diaphragma kann wiederholt angewendet werden bis das Gummi beschädigt ist, meistens hält es jedoch bis zu 2 Jahren.